Sunday, March 30. 2008Amsterdam
Tada! Auf dem Flug in die USA hat Amsterdam mich nicht gewollt und nun bin ich doch da. Aber nur kurz. Mit dem "aussteigen" hat alles super geklappt. Die Koffer lagen auf dem Band, die Passkontrolle hat keine 10 Sekunden gedauert (bei den Amis hatte ich noch das Gefuehl ich sehe "verdaechtig" aus, nachdem mein komplettes Gepaeck auf Sprengstoff/Drogen gefilzt wurde) und beim Zoll stand nicht mal ein einziger Beamter rum. Mein Zugticket hab ich auch in der Hand, mal kucken was bis heute abend noch schief geht.
Saturday, March 29. 2008Abflug
Also wieder mal zum Flughafen. *doof*
Diesmal wurde es aber etwas spannender. Ich hatte meinen Flug ueber Amsterdam nach Frankfurt geplant. Aber eigentlich bringt es nix in Amsterdam erst 5h zu warten, dann nach Frankfurt zu fliegen um dort in aller Hektik den letzten ICE nach Berlin zu bekommen. Also wollte ich KLM (bzw. NWA) davon ueberzeugen mich schon in Amsterdam "raus" zu lassen und dann mit dem Zug nach Hause zu fahren. Preislich macht das keinen Unterschied und man kann dabei sogar einige Stunden sparen. Das groesste Problem dabei war, dass Gepaeck in Amsterdam zurueck zu bekommen. Nachdem ich mir angehoert hatte, dass es nicht geht, dass es eine Security-Violation ist, dass man das im Computer nicht machen kann, dass ich dafuer ein neues (teureres) Ticket braeuchte ... ging es dann doch. Und weil wir schon so viel Spass mit den Airlines hatten, wollten wir bei Britisch Airways noch ein wenig weiter machen. Mareikes Rueckflug im Sommer war noch nicht "ganz koscher" und bevor im Juni das boese erwachen kommt, wollten wir dass noch wasserfest machen. Und siehe da, alles kein Problem und bis auf die (vorher bekannten) Umbuchungsgebuehren hatte BA keine Wuensche. Nagut, also in den Transitbereich und (mal wieder) bis ans andere Ende wandern. Und nun steht hier eine kleine Boeing 757 die mich ueber den Atlantik bringen soll. Die sieht allerdings so aus, als wuerde sie grade fuer nen Inlandsflug da stehen. Wir haben zwar noch fast ne Stunde bis zum Boarden, aber die Lemminge stehen schon am Gate ^^ Irgendwie suess, da steht einer auf, geht an den Schalter weil er ne Frage hat und 100 Leute springen auf und wollen in den Flieger rammeln, obwohl nirgends etwas steht und nix angesagt wurde. Thursday, March 20. 2008Falsche Italiener und ein Blick von oben
Da der Regen sich bereits gestern ausgeregnet hatte, stand heute einem Gang durch den Central Park nichts mehr im Wege! Losgedackelt und ziemlich noerdlich in den Park hinein. Auf den verschlungenen Wegen durch den noch grauen Park gabs die Pizzareste vom Vortag als Fruehstueck (die Monsterpizza war einfach nicht zu dritt zu schaffen).
Anschliessend wollten wir uns nach Chinatown aufmachen um dessen "Authentizitaet" zu ueberpruefen. Der Weg dorthin sollte uns durch "Little Italy" fuehren ... aber ehrlich gesagt finde ich eine Pizzaria mit englischer und chinesischer Beschriftung nicht sehr italienisch. Die Chinesen haben also gut expandiert und das italienische Viertel uebernommen. Mareike war ein wenig enttaeuscht, dass sie nach 2 Monaten Chinesischunterricht nur sehr wenig verstehen konnte. Viel besser ging es mir aber auch nicht, einzelne Zeichen okay aber der Rest: BLUBB. Die fiese chinesische Handschrift ist aber oft auch kaum zu entziffern und dummerweise benutzt kaum ein Laden Druckschrift fuer seine Beschilderung. Loli fands bestimmt ziemlich chinesisch, oder Loli? Mittagessen gab es auch noch beim Chinesen: Baozi (Teigtaschen), bei denen die Suppe herauslief und das Fleisch herausfiel, Sesamhuehnchen in Suess-sauer-Tunke ertraenkt, Auberginen im Fett und ein Kellner der trotz mieser Leistung auf seine 15% Trinkgeld besteht. Nicht so der Knaller. Zusammengefasst ein riesengrosses aber wenig chinesisches Chinatown mit Koechen die zwar ostasiatisch aussehen, dort aber sicher nicht kochen gelernt haben. Dem geneigten Beobachter duerfte aufgefallen sein, dass fuer einen echten Besuch in einer echten Grossstadt noch eine Attraktion fehlte: von oben draufkucken. Das geht in New York noch vom wieder hoechsten Gebaeude der Stadt, dem Empire State Building. Also nix wie hin und hinten an die Schlange anstellen. Bevor wir die Aussicht vom 86. Stock ueber Manhattan geniessen konnten, hatten wir reichlich 90 Minuten gewartet. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich noch nie so gut durchorganisiertes "Warten" erlebt habe. Mir kam es vor wie 20-30 Minuten. Die Schlange wurde staendig in Bewegung gehalten, man lief von einem Raum in den naechsten, erst kam eine Rolltreppe, Security Check, Ticket Schalter, Merchandise-Shop, Fotograf, Fahrstuhl, Entertainer und so weiter - es wurde quasi nie langweilig. Die Aussicht von oben war dann auch recht nett, in einer Richtung ein schon etwas entfernter Finanzdistrikt in der anderen der Central Park. Dazwischen viele viele (von hier oben) kleine Haeuser. Ich hatte nicht gedacht, dass es in Manhattan so viele normale Apartmenthaeuser gibt. Nachdem uns das Empire State wieder ausgespuckt hatte, ging es gemuetlich ins Hostel zurueck - testen ob die Dusche nach der 2. Reparatur endlich das tut, was sie soll. Ausserdem durfte sich der Geldbeutel noch etwas erholen, waehrend es leckere Backwaren, Frischkaese und Suppe dank mobilem Wasserkocher gab. :-) Wednesday, March 19. 2008Ausgeschlafen
Endlich mal etwas laenger in der Koje geblieben und anschliessend nicht weit entfernt lecker gefruehstueckt. Da gibts in Manhattan nun schon 150 Strassen uebereinander und Mareike kennt einen leckeren Diner keine 2 Blocks entfernt: prima.
Nachdem wir uns gestern schon gross ueber die Broadway Musicals informiert hatten, sollte es heute auf Ticketjagd gehen. Anfangen wollten wir an einem Schalter am Times Square der Tickets fuer 50% des Preises verkauft - sehr verlockend aber proppevoll und voll ausverkauft. "Mama Mia" haette es werden sollen, aber alles wech :( Unser Indoor-Alternativ-Programm waren Madame Tussaud's Wachsfiguren. Auch sehr lustig und erstaunlich realistisch. Vor allem standen die Figuren nicht irgendwo in der Vitrine sondern mitten im Raum und man konnte drum herum laufen und anfassen ;) Nachdem wir uns dort zur letzten Etage vorgearbeitet hatten stand schliesslich die Frage im Raum: Was nun? Der Musical-Plan war ja gestrichen und unsere Idee war statt dessen mal wieder schlicht und einfach ins Kino zu gehen. Etwas was wir alle drei schon laenger nicht mehr gemacht hatten. Doch wie findet man in dem Leuchtreklamemeer eines? Genau man laeuft 3 Blocks zur Information um dort zu hoeren, dass doch direkt gegenueber von Madame Tussaud's ein riesiges Kino ist ... gracias! Also wieder zurueck, Film anhand von Plakaten ausgesucht und dann erstmal dem Hunger nachgegeben. Pizza stand auf dem Speiseplan und nicht nur "1 slice of pizza", noe, wir haben uns gleich nen ganzen Pie bestellt - man goennt sich ja sonst nix (und er kostete auch nur so viel wie 3 Stuecke). ![]() Pappsatt dann wieder die paar Haeuser zum Kino gerollt. Der Film: "Vantage Point - 8 persons, 8 views, 1 truth". Die Szene (Attentat auf den US-Praesidenten) aus der Sicht der einzelnen Personen und mindestens drei mal wieder von vorne begonnen (aehnlich "Lola rennt"). Dabei wurde die Geschichte stehts ein Stueck weiter gesponnen und um Details ergaenzt. Eine echt nette Vorgehensweise und ein guter Film. UND geniale Kinosessel: Platz en mas fuer die Knie und gefederte Rueckenlehnen! Tuesday, March 18. 2008Die gruene Lady
Amerikanische Sehenswuerdigkeiten haben die nette Eigenschaft kostenlose Eintrittkarten zu verteilen. Leider sind diese aber nur in begrenzter Anzahl erhaeltlich. Sind die Tickets weg, kann man sich danach aber nicht etwa einkaufen, sondern kommt gar nicht mehr rein. Um der Freiheitsstatue also wirklich nahe zu kommen (zumindest bis in den Sockel, in die Statue selbst darf man gar nicht mehr) hiess es mal wieder zeitig aufstehen um kurz nach 9 am "Gratis-Ticket-Schalter" zu sein. Nach ein bisschen anstehen, Rucksack durchleuchten und Metalldetektor befanden wir drei uns auch schon mit 497 anderen auf dem Dampfer in Richtung Bedloe's Island.
Vom Festland aus sah die Statue nicht halb so gross aus, wie ich sie von Fotos in Erinnerung hatte. Als wir direkt davor standen, war das Gefuehl aber ziemlich schnell verschwunden. Zusaetzlich steht die gute Liberty selbst auf einem Podest, welches genau so hoch ist wie sie selbst, aber das faellt fast gar nicht auf. Unser erster Punkt des Tages war eine kleine Rundtour um Ellis Island mit Nationalpark-Ranger Sam(!), denn die Insel ist bestimmt der kleinste Nationalpark der USA. Nagut, also rinn in die Statue. Erstmal den Rucksack ins Schliessfach, weil boese. Kekse und Wasser ebenfalls: boese. Wieder etwas warten, roentgen, Metall detektieren und als Spezialitaet heute mal vom Automaten auf Sprengstoff abschnueffeln lassen. Es folgte ein Rundgang durch ein kleines Museum im Fuss des Podests der Statue. Ein Blick von unten in die Kupferhuelle hinein ist das Maximum was versicherungstechnisch seit dem 9/11 noch drin list, leider. Weiter ging es nach Ellis Island - der Einwandererinsel aus dem Geschichtsunterricht *g*. Ein schoenes grosses, leeres Gebaeude - der "Registration Room" - ist fuer das Touristenvolk hergerichtet. Ziemlich langweilig. Auf den zweiten Blick outeten sich die angrenzenden Raeume aber als sehr interessantes Museum ueber die Geschichte der Einwanderung von 1892-1924. Der Hunger trieb uns aber wieder zurueck aufs "Festland" (Manhattan ist ja auch nur eine Insel). Erfreulicherweise fand sich dort auch recht schnell ein grosses M zum Kalorien bunkern. Eine schoene Runde ueber die Wall Street und die Baustelle am Platz des alten World Trade Center folgte und endete mit einem grandiosen Ausblick von der Brooklyn Bridge auf Manhattan. Ranger Sam hatte uns ausdruecklich empfohlen bis zur Mitte der Bruecke zu laufen:
Monday, March 17. 2008New York, New Yooork
Frueh morgens um 0905h am Peter-Pan-Busstop zu stehen, ist leichter gesagt als getan (nein, es ging nicht nach Nimmerland sondern nach New York City). Mit unseren schweren Taschen sind wir auch lieber mit dem Campusbus bis zur PP-Haltestelle gefahren, der nicht weit von Mareikes Haustuer aus abfaehrt. Erfreulicherweise voellig kostenlos und von Studenten gefahren :) Dank deutschem Sicherheitsdenken hatten wir einen Bus frueher genommen und nun 30 Minuten Puffer bis unser Peter Pan Bus kommen sollte. So standen wir etwas frierend unter strahlend blauem Himmel - einfach super, hatte ich jemals erwaehnt, dass Chengdu keinen(!) blauen Himmel hatte. Captain Hook (der Busfahrer) hatte es dann auch ziemlich eilig, "befahl" sofortiges Einsteigen und warf alle Taschen selbst in die Ladeluken unten im Bus rein.
Der Rest lief echt prima und keine 4h spaeter rollten wir auch schon ueber eine schicke Bruecke nach Manhattan hinein. Am Port Authority Bus Terminal (dramatischer Name - aber nix dahinter :) haben wir dann auch nach wenigen Minuten Loli gefunden, die mit uns die naechste Woche durch die Strassen ziehen wird. Also auf in die Metro und unser reserviertes "Malibu Hostel" suchen. An der Adresse befand sich dann ein "Hotel Marakesh" welches vom Aussehen her eher an ... sagen wir ... ein Gebaeude in der Brunnengasse (eine Strasse in Karlsruhe mit gewissen Etablissements) erinnerte. Tuersteher, kleiner Eingang, schmale lange Treppe, dunkles Ambiente. Der Emfang war aber nett und wir bekamen sofort unser reserviertes Zimmerchen. Nur finden mussten wir es in dem Gewirr erst einmal. Zuerst durch die "No Entry"-Tuer dann durch eine sich ueber mehrere Etagen erstreckende Baustelle. Zimmer dann am Ende des Ganges - typisch indisches Hotel halt ;-) Im Zimmer gab es gefuehlte 30 Grad (Celcius! das muss man hier ja immer dazu sagen) mit einer Heizung die sich nicht abstellen lies. Kommentar vom Hotelpersonal: Entweder Fenster auf oder Klimaanlage an - "Welcome to America". Dann aber endlich raus in die grosse Stadt. Den Broadway entlang mit Abstechern in komische Laeden (Macy's) oder Malls (Manhattan-Mall - da war der halbe Food-Court zu, tststs) und zum Feierabend dann auf den Times Square. Das geheime Highlight war aber der M&Ms-Laden dort. Nicht nur meterhohe Abfuellanlagen nach Farbe sortierter Schokolinsen, sondern auch jede Menge Schnick-Schnack ringsrum. Von T-Shirts ueber Taschen, Tassen, Teller, Figuren, Plueschtiere, Kissen bis zu Puzzles :) Bei letzterem haben wir dann auch zugeschlagen. Wer wollte nicht schon immer mal 550 Teile "bunt" zusammensetzen. Thursday, March 13. 2008Arrived
So, ich bin endlich angekommen und etwas geschlafen habe ich auch schon. Seit Paris ist auch "fast" alles gut gegangen. Ich konnte mich beim Start wieder ueber die angekuendigten Turbulenzen freuen - langsam macht das echt Spass, Achterbahnen sind voll langweilig dagegen. Lediglich das Flugpersonal von Air France fand ich ziemich mies. Vielleicht lag es auch daran, dass ich die letzten 25.000 Kilometer mit asiatischen Airlines geflogen bin und da ist das Personal im allgemeinen ja superfreundlich. Aber so was abgehoben, arrogantes ist mir echt noch nicht untergekommen. Und dass man selbst auf eine englische Frage erstmal eine franzoesische Antwort bekommt ... kein Kommentar. Dafuer gabs dann tolles Essen ("We have fish aaaand fish!") und soviel Baguette und Kaese wie man haben wollte. Zu der Wein-Anmerkung von Stefan: Es war nun ja nicht KLM sondern Air France und der Getraenkewagen hatte nur Wasser, Softdrinks und Champagner drauf. Da war ich dann doch etwas irritiert :) Zumindest so lange, bis nachher der "Weinwagen" rumgefahren wurde *g*.
Die Immigration in New York gestaltete dann auch relativ unproblematisch. Dumm nur, dass ich im Flieger ganz hinten sass und somit erstmal warten durfte bis 500 andere Leute "erkennungsdienstlich behandelt" waren. Der Rest war nur Papier abgeben und nett laecheln (genau wie damals die Einreise nach China). Und warum ist nun nur fast alles gut gegangen? Mein Koffer lag in New York leider nicht auf dem Gepaeckband :( aber Air France versicherte mir, man werde sich darum kuemmern und ich solle doch schon mal weiter fliegen. Der Flug nach Boston (mit einem kleinen Regio-Jet mit 50 Plaetzen) war dann eigentlich auch der schoenste der ganzen Tour. Denn der Flug dauerte nur 27 Minuten und deswegen flog die Maschine auch so niedrig, dass man wunderbar aus dem Fenster New York und spaeter Boston bei Nacht anschauen konnte. Darueber noch der Mond und sternenklare Nacht ... einfach schoen. In Boston bekam ich vom "Luggage Service Center" noch meine "Kundennummer" und die Auskunft das ich meinen Koffer bestimmt innerhalb von 24h haben werde ... wenn er nicht schon in Paris haengen geblieben ist. Heute morgen wurden wir aber schon angerufen, das der Koffer jetzt in Boston sei und heute nachmittag direkt frei Haus geliefert wird ... ich hoffe es. Wednesday, March 12. 2008Bon Voyage
Genau das steht auf meinem Boarding Pass von Air France, mit dem ich grad in Paris sitze. Ziel? New York - John F. Kennedy Airport. Irgendwie will das heute ned (hatte ich vor ein paar Tagen mal was zu verplanten Airlines geschrieben? *grrr*) In Frankfurt standen wir vorhin erstmal ne halbe Stunde sinnlos auf dem Rollfeld rum und waehrend dessen schrumpfte meine Umsteigezeit hier kraeftig. Auf dem Flug wurden wir dann mal wieder ordentlich geschuettelt, aber ich bin ja seit heute schlimmeres gewohnt *fg*. Nundenn endlich gelandet und nochmal eine gefuehlte Weltreise auf dem Flughafen gemacht, erklaerte mir die Crew beim Aussteigen: "You're not gonna make it" - sprich ich werd den Flug wohl verpassen. Also zum Transferdesk und neues Ticket abholen, dort erklaerten sie mir, meine Maschine nach Boston sei verspaetet und ich solle doch pronto zum Gate. Also geflitzt um dann anzukommen und festzustellen, dass das dumme Gate schon geschlossen wurde. Also wieder zum naechsten Transfer und nun mit dem dritten Ticket fuer heute nach New York und dann nach Boston.
Hoffentlich klappt das alles ... tja und dann ist der Flug nach New York wieder ein Airbus, also heute leider keine "Jumbo-Erfahrung" fuer mich :(
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