Thursday, January 20. 2011Müde?
Ich sehe ja ein, dass die Entfernungen hier etwas länger sind und auch, dass man auf langen Fahrten Pausen einlegen soll. Aber die Aussies übertreibens ein bisschen mit der Werbung für das Pause machen. Alle paar Kilometer auf dem Highway steht ein Schild, welches einen zur Pause oder zum kurzen Nickerchen auffordert. Für letzteres gibt es auch extra ausgewiesene Powernap-Areas *süß*.
![]() Irgendwie erinnern die ganzen Sprüche an die "Werbung" auf Zigarettenschachteln, die auch keiner so wirklich ernst zu nehmen scheint.
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![]() Ach ja, und aus aktuellem Anlass noch ein anderes "Schild", welches anzeigt wie tief die Straße unter Wasser steht. Momentan sind wir ja noch in Victoria unterwegs (morgen gehts nach New South Wales) und die Nachrichten verbreiten immer mehr beunruhigende Pegelstände. Aber wir haben wieder mal Glück. Der gesamte Regen fällt im Westen von Victoria und den Teil haben wir ja die letzten beiden Wochen schon bereist, ab jetzt gehts nur noch nach Osten bzw. Norden gen Sydney. ![]() Tuesday, January 11. 2011Putzige Tierchen voraus!!!
So, nachdem es bisher nur langweile Sand- und Strandbilder von uns gab, kommt jetzt etwas Abwechslung. Seit wir von der Küste weg sind, begegnet uns nun auch deutlich mehr typisch australische Fauna. Fangen wir also an mit Platz 1 auf der Putzig-Skala, dem Koala. Leider sitzen die Kollegen meist ziemlich gelangweilt auf ihren Bäumen und mümmeln Eukalyptus. Daher sind unsere Fotos noch nicht so besonders gut.
![]() Besser sind da schon die Wallabys, welche Platz 1 auf der Knuffig-Skala belegen. Sie sind etwas kleiner als Kängeruhs und haben nicht so kräftige "Arme". Die Fortbewegungsart hat mich doch etwas überrascht. Es gibt zwei Betriebsmodi. Der erste ist das allseits bekannte Hüpfen. Der zweite dient der langsameren Fortbewegung. Das Wallaby oder Kängeruh stützt sich dabei auf beide Vorderpfoten und den Schwanz und hebt die Hinterbeine nach vorn, danach werden Vorderpfoten und Schwanz nach vorn gesetzt. Es läuft also quasi auf 5 Pfoten ... sehr ulkig.
![]() Das schöne an den Hüpfern ist, dass man ohne Probleme bis auf 5 Meter oder sogar weniger an sie rankommt. Sie lassen sich nicht wirklich beeindrucken. Andersherum funktioniert das schon. Als ich gestern Abend Feuerholz im Wald holen wollte tauchte auf einmal 5 Meter vor mir der Kopf von einem recht großen Kangeruh auf (ich werd das Gefühl nicht los, dass die Tiere ein weing wie Hunde aussehen). Ich bin dann lieber mal einen Bogen gelaufen. ![]() Ansonsten gibt es noch jede Menge Vögel hier, die man zwar nicht sieht aber seehr seehr gut hört. Der eine nennt sich wohl Kakuru (und macht Geräusche als würde er sich totlachen) und die anderen sind auch nicht viel leiser. Nur sehen tut man sie recht selten. Den ersten Platz auf der Nicht-Mein-Lieblingstier-Skala hat sich auf jeden Fall das Emu gesichert. Insbesondere der Kollege der uns vorgestern vors Auto laufen wollte. Wir fahren recht gemütlich die Straße entlang und auf einmal fällt keine 20 Meter vor uns ein Emu aus dem Gebüsch. Da er etwas hilflos auf die Straße torkelte, vermute ich mal, er hat an der Böschung das Gleichgewicht verloren. Jedenfalls drehte er etwas hektisch seine Runde auf der Straße, nahm Anlauf und rannte wieder die Böschung rauf - während ich voll auf der Bremse stand. Fotos gibt es aus diesem Grund leider auch keine. P.S.: Und keine Sorgen machen, wir haben zwar auch grad Mistwetter, aber der Dammbruch in Toowoomba ist mehr als 1300km weit weg. Tuesday, January 4. 2011Wandern in den Otways
![]() Einen großen Vorteil hat das Campen ja, man ist abends nicht ewig wach und kommt daher am nächsten Morgen gut mit der Sonne aus dem Bett. So waren wir heute um 8:30 Uhr schon eine Bucht weitergefahren, haben lecker gefrühstückt und sind dann direkt auf zum Wandern und Wasserfälle ankucken (Sheoak Falls). Zwischendurch kann man nur immer wieder begeistert sein, wie die Aussies ihren Barbeque zelebrieren. Da stehen mitten im Wald (oder auch am Strand) kleine Grillhäuschen mit eingebautem Gasgrill: man drückt aufs Knöpfchen, wartet 5 Minuten und grillt dann einfach sein mitgebrachtes Fleisch - kostenlos!
![]() Auf dem Rückweg unserer Wanderrunde hat dann noch eine zusammengebrochene Brücke unseren Weg versperrt, aber der Bach darunter war nicht allzutief :-) ![]() Insgesamt sind wir heute nur 40km weit gekommen. Der Strand in Apollo Bay sah einfach zu einladend aus. Außerdem gibt es auf der nächsten ~100km wohl keine bewirtschafteten Campingplätze mehr, so dass wir diese Nacht nutzen um die Akkus und den Wassertank aufzuladen. Monday, January 3. 2011Great Ocean Road
Unser nächstes Fahrziel nach Melbourne soll die Great Ocean Road sein, eine 300km lange Küstenstraße von Melbourne aus gen Südwesten. Mit unserem Bus haben wir uns so langsam angefreundet, insbesondere Blinker und Scheibenwischer werden nicht mehr verwechselt.
![]() Als erstes Ziel hatte Mareike Queenscliff auserkoren. Ein kleines Dörfchen auf einer Halbinsel dessen größte Attraktion die Fähre ans andere Ende der Bucht zu sein scheint. Mareike hatte jedoch herausgefunden, dass es hier wilde Delfine gibt und man sich die im Wasser anschauen kann. Also sind wir Montagmorgen pünktlich um 08:30 Uhr am Bootssteg gewesen, haben unseren Neoprenanzug und Schnorchelzeug bekommen und raus gings mit dem Boot in die Bucht. Zuerst haben wir auf einem kleinen Atoll Schnorchelübungen gemacht. Erste Feststellung: Salzwasser schmeckt *bäh*. Zweite Feststellung: Da schwimmen ziemlich dicke Fische keine 2 Meter unter uns - toll (und jede Menge Quallen auch :-) Danach ging es auf Delfinsuche, in freier Wildbahn ... konnte also etwas dauern. Die Skipper der umliegenden Schiffe haben aber wohl mitgesucht und so fanden wir recht schnell eine Gruppe mit 6 Tieren. Die hopsten dann fröhlich vor unserem Bug um die Wette order schwammen nebenher. Das angepriesene "mit Delfinen schwimmen" hieß dann für uns, sich mit dem Schnorchel und Taucherbrille ausgestattet an einem Seil hinter unserem Boot herziehen zu lassen. Da die Delfine immer schön nebenher schwammen, kam man ihnen so schon sehr nahe (anfassen ist nicht!) und einmal zog die ganze Sechsergruppe direkt quer unter uns vorbei ... sehr schick. Danach ging es noch zu einer Stelle mit Seehunden, um nochmal zu schnorcheln. Die Seehunde sind nicht ganz so flott aber dafür sehr verspielt. Also ab ins Wasser, mit den Flossen vorwärtspaddeln und hoffen das einer aus Neugier mitkommt. Hat funktioniert - genial. Aber danach war's auch gut kalt, trotz 5mm Neopren, Zeit für eine heiße Schoki an Board :-) Auf dem Heimweg gabs dann noch ein bißchen Spaß am Boot, z.B. bei guter Fahrt am Seil hinterherziehen lassen und mit dem Körper surfen. Zusammengefasst ein toller Vormittag, kein ganz billiges Vergnügen, aber dafür inkl. allem Material, Essen, heißen Getränken ... achja und Delfinen, Seehunden und Fischen.
![]() Danach gings weiter in Richtung Süden zur Great Ocean Road. Ab nun wechselten sich tolle Sandstrände mit Steilklippen und kleinen Buchten ab. Da es vermutlich die nächsten 50-300km so weitergehen wird, versuchen wir nicht an jeder Stelle anzuhalten. Abends haben wir dann endlich unseren Bus dazu genutzt, wozu er da ist - einfach an einer tollen Stelle in der Pampa stehen zu bleiben und zu übernachten. Eine kleine Bucht hinter Lorne bot sich dafür an und obwohl die Gegend für australische Verhältnisse wohl gerade sehr stark frequentiert ist, wollte niemand sonst auf unserem Parkplatz übernachten. Friday, December 31. 2010Sylvester - Wir sind die ersten !!!
Erstmal allen ein frohes neues Jahr!
Wir haben hervoragend geschlafen, das erste Mal seit zwei Tagen wieder in einem Bett und der Jetlag ist schon fast ganz weg. Unser erster Ausflug heute ging zum Einkaufen, denn wir haben ja 'nen Stapel Sachen in Deutschland gelassen (v.a. Duschbad, Sonnencreme und sowas). Danach haben wir uns noch eine Prepaid-SIM-Karte besorgt um hier auch mal nicht zu Mondpreisen telefonieren zu können. Mareike hats dann nach bestimmt 10 Minuten an der Hotline auch geschafft die Karte zu aktivieren. Die Details haben wir zwar nicht ganz kapiert, aber das Guthaben sieht gut aus :) Danach sind wir direkt los um unser Auto abzuholen. Eigentliche sollten wir 24h vorher nochmal anrufen um die Übergabe klar zu machen, aber das haben wir total verpeilt. Aber so locker wie die Aussies sind, war das kein Problem. Das Vehikel hat zwar schon etliche Kilometer auf dem Buckel (>400.000km), die Schaltung ist ziemlich ausgeleiert, aber es ist alles vorhanden und die Reifen sind neu *yay*. Es gibt nur ein Problem: Das Lenkrad ist auf der falschen Seite! Ein Falschfahrer? Hunderte!Nagut, Linksverkehr halt. Das strengt das Hirn schon erstmal mächtig an. Ich glaube an der 3 Kreuzung bin ich das erste Mal in den Gegenverkehr abgebogen, habs aber direkt gemerkt, weil mir ein LKW entgegen kam :-) Naja, und dann geht unser Scheibenwischer ständig an. Der Hebel ist halt links und der Hebel rechts vom Lenkrad ist für den Blinker ... Ich glaub das dauert noch ein bisschen, bis ich den Kampf mit mir ausgetragen habe.Ansonsten war es heute das erste Mal richtig brütend heiß, sicher >30 Grad. Der Wind war wie aus einem Fön, jetzt kann ich mir auch vorstellen, warum Waldbrände sich so schnell ausbreiten können, daheim sieht sowas ja immer nicht so schlimm aus. Heute abend gehts zur Sylvesterfeier in die Stadt, es soll synchrone Feuerwerke von den Hochäusern geben und der öffentlicher Verkehr for free :) Thursday, December 30. 2010Angekommen in Down Under!
So, mit dem zweiten Flug hat auch alles geklappt (na gut, das Essen war schlechter und es gab den gleiche "Entertainment-Programm" wie auf dem ersten Flug, aber dafür konnten wir deutlich besser schlafen :-) Shanghai sei Dank.
Die vielbeschwörte Zollkontrolle der Australier war auch gar nicht schlimm; ziemlich gut organisiert, sehr zügig und der Obst-Schnüffel-Hund wurde von allen gelobt, als er Obst in Mareikes Rucksack gerochen hat, welches sie vor der Landung rausgenommen hatte :) Unser erstes Hostel haben wir recht einfach gefunden und uns heute noch ein wenig die Stadt angeschaut. Abends haben wir uns dann noch zum Strand nach St. Kilda gequält. Eigentlich wollten die Augen ab 18:00 Uhr im Bett liegen, aber das geht ja nicht. So waren wir pünktlich zum Sonnenuntergang am Strand und haben danach beim Spazieren gehen noch einen Pinguin am Strand entdeckt. Wednesday, December 29. 2010你好,我们在上海!
Was für ein Tag. Ich hatte mich schon auf langweilige 12 Stunden Aufenthalt in Shanghai - bis zu unserem Weiterflug nach Melbourne - eingerichtet, weil uns der Aufwand für ein Visum für einen Tag dann doch zu viel war. Aber es gab Leute im Flieger die meinten, man bekommt ein kostenloses 1-Tages-Visum für Shanghai, wenn man bei der "Immigration" seinen Boardingpass für den Anschlussflug am gleichen Tag vorlegt.
Gesagt, getan, geschafft. Da standen wir nun heute morgen um 9 Uhr (2 Uhr nachts deutscher Zeit) vor dem Shanghai Pudong International Airport und hatten 10 Stunden Freizeit *jippie*. Wir waren auch nicht allein, ein paar andere Deutsche mit nächstem Ziel Sidney waren auch da und so taten wir uns zusammen. Nächste Frage: Was tun? Der Transrapid war gleich gesetzt, die Standard-Shopping-Meile Nanjing-Dong-Lu musste auch mitgenommen werden. Ein Stück am Bund (Flußufer) entlanglaufen, irgendwo was leckeres essen und in den Yu-Yuan-Garten gehen wollte auch noch jemand. Achso und Hochhäuser ankucken in Pudong :) Peoples Park, Sonne und morgens um 3 Uhr in Deutschland
![]() Also erstmal in die Stadt. Keine 20 Minuten später standen wir bei herrlichem Wetter (und deutlich mehr als dem angekündigten einen Grad) auf dem "Peoples Park". Mein erster Eindruck: Es riecht wieder nach China: Keine Ahnung "was" China-Duft ist - wohl irgendeine Mischung aus Garküche, Smog und Abwasser :) Auf jeden Fall kommt es mir sehr bekannt vor. Die Nanjing-Dong-Lu war zwar ganz nett um 1x durchzulaufen, aber ist am Ende doch auch schon fast wie bei uns. Deshalb sind wir dann auch ab und zu abgebogen in kleine Seitengassen mit Garküchen, Hinterhofläden und Wäschetrocknung über der Straße. Dort haben wir dann auch noch was leckeres zum Mittagessen gefunden. Sah vertrauenswürdig aus und war von etlichen Einheimischen besucht - gute Zeichen um dort zu essen. Es gab Suppe mit handgemachten Nudeln und etwas Rindfleisch. Sehr lecker und außerordentlich reichlich.
![]() Der Weg zum Yu-Yuan-Garten (und der Garten selbst natürlich auch) waren klasse. Es ging durch eine sehr geschäftige Einkaufszone mit Sachen des täglichen chinesischen Bedarfs und jeder Menge Dekoration und Equipment für das anrückende chinesische Neujahrsfest Ende Januar. Am Nachmittag in PuDong waren dann die Füße schon ziemlich platt und das "kleine Handgepäck" auf dem Rücken ziemlich schwer. Ein anstrengender Tag aber die beste Idee die wir haben konnten. Zurück am Flughafen mussten wir nur noch in den Transitbereich rein und ich war schon sehr gespannt, ob das alles so reibungslos klappen würde wie am Vormittag. Tat es dann nicht so ganz, einem Mädel mit dem wir unterwegs waren, hatte man in Frankfurt zwei Boardingpässe für den Flug nach Shanghai gegeben, statt den zweiten von Shanghai nach Sidney ... Also nochmal von Pontius zu Pilatus rennen. Kurz vor Abflug durfte ich auch nochmal raus- und wieder reinflitzen, weil sie im Transitbereich kein Briefkasten befindet - und niemand gewillt war, meine Postkarte draußen in einen zu werfen *grml*. So, jetzt aber ab nach Australien ... P.S.: Ansonsten habe ich das gleiche Problem wie Mareike: Wir können derzeit keine Fotos hochladen :( Friday, January 8. 2010"Männlich oder Weiblich?" - Bilderkennung mal anders
Das fing so an:
![]() Jetzt noch eine Regressionsgerade durchgezogen und schon ist unser Filter fertig - nicht perfekt aber ziemlich gut ;-) Und eine Frage bleibt natürlich: Wenn das jetzt nicht eine Informatikerkonferenz gewesen wäre, sondern die Jahreshauptversammlung des örtlichen Tupperclubs, müsste man dann den Filter umkehren? Die späteren Fotos (ab 90) wurden übrigens eine Woche nach den vorderen online gestellt, daher kommt wohl der "Knick".
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